Sonntag, 14. November 2010

Baumläufer / Certhiidae


Baumläufer sind klein, ihr Pinzettenschnabel leicht abwärts gebogen, mit dem sie in der Lage sind Insekten auch aus den kleinsten Ritzen zu holen. Ihr Gefieder ist fleckig braun, unterseits heller, oft weißlich. Durch dieses fleckig braune Gefieder sind sie sehr schwer zu entdecken. Vom Baumläufer gibt es 2 Unterarten einmal den
Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla)
und dann den
Waldbaumläufer (Certhia familiaris)
Die beiden Arten lassen sich, selbst für Ornithologen ist es sehr schwer diesbeiden Arten zu unterscheiden.
Der Baumläufer ist einer der kleinsten Vögel in Europa und wird 12 bis 13 cm groß. Das Gewicht beträgt etwa 9 g.











Im Februar diesen Jahres hatte ich durch Zufall einen diese Vögel entdeckt und natürlich versucht ihn bildlich einzufangen. Was aber sehr schwer ist da die Baumläufer spiralförmig die Baumstämme nach oben hüpfen, immer auf der Suche nach etwas fressbaren. Kaum das sie auf der einen Seite des Stammes aufgetaucht sind und man sie wieder entdeckt hat sind sie auch schon wieder auf der anderen Seite verschwunden. So das das gespannte warten und suchen wieder von vorne losgeht. Jedesmal wenn ich ihn wieder entdeckt hatte versucht ich natürlich meine Kamera auszurichten und bis dann der Autofokus soweit war, war der Vogel natürlich schon wieder auf der abgewandten Seite des Baumstammes. Was an diesen Tag noch erschwerend dazu kam war das Licht, denn an diesen Tag war es nicht gerade sehr hell, was dementsprechend lange Belichtungszeiten nach sich zog. Die nächste Erschwernis war mein objektiv. Normalerweise fotografiere ich immer vom Stativ aus wenn ich mit dem 500er fotografiere, aber damit hatte bei diesen Vögelchen überhaupt keine Chance ihn zu erwischen. ..Also musste ich frei Hand fotografieren und glaubt mir es war schon frei Hand eine riesen Herausforderung den Vogel zu erwischen. Hatte ich mich darauf eingestellt wie lange es ungefähr dauert bis er wieder auftaucht, war er auch schon zu hoch den Baum hinauf gehüpft um ein brauchbares Foto zu bekommen. Sobald das Vögelchen oben angekommen war flog es schräg nach unten zum nächsten Baum, um etwa 20 - 30 cm über dem Boden mit dem gleichen Ritual fort zu fahren. Das hieß wider um für mich zu erraten zu welchen Baum er wohl als nächstes fliegt um mich frühzeitig in eine gute Aufnahme Position zu bringen. Was oftmals total daneben ging, denn irgendwie schien es ihm Spaß zu machen genau zu dem entgegengesetzten Baum zu fliegen. Einige male hatte ich aber Glück und war auch in einer guten Position zum Fotografieren, auch hatte ich mir angewöhnt auf die Stelle, wo er vermutlich auftauchen müsste, vorab zu fokusieren so das der Autofokus nicht all zu viel zu tun hatte. So machte ich einigen Aufnahmen aber ich hatte einen Baumstamm ohne Vogel fotografiert oder die Bilder waren verwackelt. So verbrachte mein Kleiner Freund und ich eine menge Zeit, man sollte gar nicht glauben wie schnell da eine Stunde vorbei ist.
Wieder Zu hause habe ich mir gleich die Aufnahmen angesehen und die Enttäuschung war groß, sehr groß sogar. Waren doch fast alle gemachten Aufnahmen unbrauchbar Einzig die zwei die hier oben seht sind, für eine Dokumentation, einiger maßen zu gebrauchen.  Zu mehr aber auch nicht.

Aber dies war erst der erste Teil der Story.

Vor einigen Tagen saß ich am Mittagstisch und ließ es mir schmecken, als ich aus den Augenwinkeln einen Schatten bemerkte. Neugierig geworden müsste ich natürlich nachsehen was das war. So stand ich auf, ging zum Fenster und blickte mich suchend um. Was ich dort sah konnte ich im ersten Moment gar nicht so wirklich glauben, saß doch an der Fensterlaibung einer dieser Vögel hinter dem ich doch schon so lange her war.
" Ich brauche meinen Kamera" schoss es mir sofort durch den Kopf. Vorsichtig ging ich schritt für schritt rückwärts, immer darauf bedacht keine schnelle Bewegung zu machen, um den Baumläufer ja nicht zu verscheuchen. Als ich dann weit genug weg war und außer Sichtweise des Vogels ging ich schleunigst in mein Arbeitszimmer schnappte mir meine Kamera an der das 500er noch angeflanscht war und kehrte zurück. Ja er war noch da und so schoss ich die ersten Bilder innen schräg durch die Fensterscheibe. Stativ hatte ich natürlich nicht aufgebaut, da ich befürchtete das dies zu lange daueren könnte, noch dazu lagen beide Einbein und Dreibein im Kofferraum meines Autos. Gut ich hätte das objektiv wechseln können aber daran hatte ich nicht einmal eine Sekunde verschwendet. Da ich Angst hatte dies könnte diese Sekunden sein die ich zu lange brauche und der Vogel wäre weg. So schoss ich einige Aufnahmen frei Hand, meine Kamera stand dabei auf Dauerfeuer, nach dem Motte "machst du viele Aufnahmen steigt die Wahrscheinlichkeit das mindestens ein brauchbares dabei ist. Nachdem ich einige Aufnahmen gemacht hatte fasste ich mehr Mut und schlich nach draußen. Um von dort Aufnahmen ohne Fensterscheibe zu machen.


Dieses mal ging es etwas entspannter zu, hatte ich doch schon einige Fotos auf Speicherkarte gebannt.
Draußen angekommen ging ich, in einiger Entfernung, in die Hocke visierte den Vogel, an der Autofokus surrte los ........... bib, scharf ......... Auslöser durchgedrückt ...... klack, klack, klack, klack. Wieder einige Aufnahmen mehr. Als nächstes schob ich, in Zeitlupentempo,und immer noch in Hockstellung einen Fuß vor den anderen. nahm die Kamera wieder hoch surr ........... bib, scharf ......... Auslöser durchgedrückt ...... klack, klack, klack, klack, um dann sofort in gewohnter weise die Entfernung zu dem Vogel zu verkürzen. Dies machte ich einige male bis, ja bis ich zu nah war, ich hatte die Mindestentfernung des Objektives unterschritten. Also vorsichtig etwas zurück und nochmals Fotos zu machen. Dies sollten dann auch die letzten gewesen sein, denn als ich dachte " das reicht jetzt aber auch" und den Vogel nur noch so zu beobachten floge er auch schon weg.
Vögelchen an der Fensterlaibung sitzt, ich hätte ihn lieber an einen Baum, in seiner natürlichen Umgebung. Ich geb aber nicht auf, irgendwann erwische ich ihn auch mal an einen Baum.

So das war`s dann auch wieder mal von mir,
bis demnächst th.
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Kommentare:

  1. Ich wollte dich eigentlich schon immer mal fragen, wie du nicht nur zur Fotografie gekommen bist, sondern was dich gerade an den NAturaufnahmen so reizt? Vorallem die Tieraufnahmen? ;-)

    Mit entsprechenden Grüssen rolf

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  2. Wie ich genau zur Fotografie gekommen bin kann ich dir nicht mal genau sagen.
    Irgendwann hatte ich mal so eine Ritsch Ratsch Klick Kamera bekommen, wie halt viele Jugendlich zu der Zeit.
    Ich denke das mir das Fotografieren so gut gefallen hat das ich einfach hängengeblieben bin.

    Zu den Natur Fotos:
    ich habe schon immer die Natur geliebt und ihren "Wundern und Schauspielen" zudem kann ich mit Personenfotografie so rein gar nix anfangen. Ja und spektakuläre Bauwerke mag es zwar in New York und anderen diversen Großstätten geben, aber nicht hier bei uns auf dem Dorf.
    Ja nun noch die lieben Tierchen:
    Muß wohl irgendwan der uralte Jagtinstinkt in mir hochgekommen sein. :-) Nur zu dem Unterschied zu Jäger leben meine erwischten Tirchen weiter und das ist auch gut so.

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