Donnerstag, 23. April 2009

Interesantes zu Zoo`s, Tiergärten, Wildgehege und Falknereien


Hallo
Heute habe ich mir einmal das Thema "Zoo, Tiergärten usw." ausgesucht.
Denn hier gibt es einiges zu beachten!
Früher ging man einfach, mit Kind und Kegel in den Zoo, um sich einen schönen Tag zu machen. Die Kinder bestaunten die Tiere und Papi oder auch Mami machte dann noch schöne Fotos bei der Gelegenheit.
Soooooo einfach ist es heute nicht mehr. Jetzt werden sie, zu Recht, fragen was soll denn daran nicht mehr so einfach sein?

Wenn sie heute in bestimmte, (ich fasse sie mal alle unter dem Begriff Tiergärten zusammen), Tiergärten mit einer SLR oder DSLR gehen, verstoßen sie schon gegen die Parkordnung, das heißt dann sie werden höflichst aufgefordert den Tiergarten zu verlassen. Im schlimmsten Fall müssen sie ihre gemachten Aufnahmen Vernichten und ihnen droht unter Umständen noch eine Anzeige. Denn sie dürfen dort nur mit Kompakt-Kameras knipsen. Manche Tiergärten sind so schlau und verlangen eine extra Gebühr, wenn sie mit Stativ fotografieren wollen, ....... wiederum andere verbieten das Blitzen und /oder schränken die Wahl der Objektive ein.

Allerdings gibt es auch Tiergärten, und das sind noch Gott sei dank die meisten, da ist das Fotografieren ohne
Einschränkungen erlaubt ja sogar ausdrücklich erwünscht wie im Tier und Freizeitpark Germendorf.

So das war das eine das andere ist das man als Hobbyfotograf seine Bilder gerne ins Internet stellt aber da lauert schon die nächste Falle. Nicht jeder Tiergarten gestattet es die Fotos öffentlich zugänglich zu machen.

Was heißt öffentlich zugänglich: Wenn sie ihre Fotos ins Internet stellen, sei es in einer Galerie, einem Blog, einem Forum und so weiter. Es sei denn! die Seite ist mit einem Passwort geschützt. Oder sie wollen an einer Fotoausstellung Ihres Fotoverein`s oder Club teilnehmen ( na gut die Chance ist gering das da ausgerechnet ein Mitarbeiter des Tiergartens vorbeikommt ) Für genauere Informationen was "Öffentlich zugänglich" bedeutet fragen sie am besten einen Rechtsanwalt oder sie suchen im Netz nach brauchbaren Antworten.

Bei manchen Tiergärten ist es genehmigt seine Fotos im Netz zu präsentieren wenn die Seite privat ist und eine Nennung des Tiergartens angebracht wird wo diese Aufnahmen entstanden sind. Manche schreiben exakt vor wie die Nennung auszusehen hat, wiederum andere fordern Kopien der Fotos für die eigene Verwendung ( da hab ich aber das recht das mein Name als Fotograf genannt werden muß).
Bei einigen wenigen ist es ohne irgendwelche Einschränkungen gestattet.
Dafür gibt es auch solche, die es grundsätzlich und ohne wenn und aber verbieten, teils sogar unter Androhung der Strafverfolgung.
Hier habe ich nun zwei Seiten auf denen sie nachsehen können wie es ihr Tiergarten so hält mit dem Fotografieren und dem zeigen Ihrer Fotos.
Einmal wäre da die Seite Zoo-Infos und dann die Seite Zooliste.
Im Zweifelsfall sollten sie auf der Homepage des Tiergartens, den sie besuchen möchten nachsehen oder sie fragen ganz einfach per Mail oder direkt vor Ort nach.
Dieser Artikel bezieht sich natürlich rein auf die nicht kommerzielle Nutzung und uns Hobbyfotografen.
So ich hoffe ich habe etwas Licht ins dunkel gebracht und konnte weiterhelfen.

PS:
Machen sie es doch einfach wie ich,
ich besuche solche Tiergärten, in denen das Fotografieren nicht erlaubt oder stark eingeschränkt ist oder ich meine Fotos nicht in der Öffentlichkeit zeigen darf,
einfach nicht mehr.

Kommentare:

  1. Hallo Thomas, bei Dir hat sich ja einiges getan, hast fleißig Artikel geschrieben! Ich bin irgendwie zu faul im Moment. Das ist alles schon ärgerlich, was Du hier beschreibst. Deshalb fotografiere ich auch am liebsten Tiere und Pflanzen in freier Natur!

    Gruß Olaf

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  2. Hallo Olaf
    Ich Fotografiere Tiere ja am liebsten auch in freier Natur (Wildlife). Nur manche Tiere finde ich hier bei uns einfach nicht. ;-)
    Nach Africa und Australien komme ich viel zu selten, bleibt also nur der Zoo wenn man sowieso mit seinen Kindern da ist.
    Wünsch dir noch viele Motive immer gut Licht und die Motivklingel nicht vergessen ;-)

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  3. Lieber TH,

    das wusste ich gar nicht. Auf solch eine Idee, dass das Fotografieren in manchen Tierparks eingeschränkt ist, wäre ich niemals gekommen. Gut zu wissen. Vielleicht hat das damit zu tun, dass es mittlerweile so viele Fernsehsendungen in Zoos gibt... und wenn ich da an Knut denke...

    Vielen Dank für die Infos.

    Liebe Grüße,
    Martina

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  4. Hallo !

    Frage: haben Sie schon mal dran gedacht, daß es Gründe für eine Verbot gibt ?
    Ich arbeite z.B. in einer Falknerei mit Flugshow und absolutem Knipsverbot.
    Der Grund:
    die Vögel haben zum großen Teil Angst vor den Objektiven! (Woher sollen sie auch wissen, daß das große schwarze Loch, das da auf sie gerichtet wird, ungefährlich ist ?)
    Also wollen sie in Panik fliehen. Was in einer Voliere tödlich enden kann (und auch schon mal ist); in der Flugshow ist der Vogel dann mal weg. Und erklären Sie doch bitte dann den 300 anderen Leuten, die da sitzen, daß die Show jetzt beendet ist, weil ein Vogel aus Panik vor ihrer Kamera draußen sitzt und jetzt erst mal eingeholt werden muß. (Die Vögel könne sich nämlich gegeseitig schlagen, außerdem stellen sie einen ganz schönen Wert da !)
    Zahlen Sie dann das Eintrittsgeld den anderen 300 zurück ? Geschwiegen denn von der Panik, die der Vogel hatte ?
    Und daher ganz einfach das Verbot.
    (die Tiere sind uns wichtiger....)

    mit freundlichem Gruß
    CR

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  5. Hallo Herr Rupp
    "Frage: haben Sie schon mal dran gedacht, daß es Gründe für eine Verbot gibt ?"

    Darüber habe ich schon sehr oft nachgedacht, ich komme aber immer wieder zur gleichen Erkenntnis.

    "die Vögel haben zum großen Teil Angst vor den Objektiven!"

    Dann sind sie meiner Meinung nach, noch lange nicht soweit um in einer Flugshow "vorgeführt" zu werden. Denn in anderen Falknereien oder Zoo`s ist das Fotografieren auch erlaubt. Wie verhält es sich denn Ihrer Meinung nach wenn ich extra dafür zahlen muß wenn ich fotografieren möchte? Bekommen die Tiere das dann mitgeteilt? und fliehen nicht mehr.

    "Also wollen sie in Panik fliehen. Was in einer Voliere tödlich enden kann"

    Dann gehören die Tiere in einen Bereich in der die Besucher keinen zutritt haben.

    "in der Flugshow ist der Vogel dann mal weg"

    Ich war schon des öfteren bei Flugshow`s, damit mein Sohn die Tiere auch mal aus der Nähe sehen kann, und da ist noch nie ein Vogel "geflohen"

    "Und erklären Sie doch bitte dann den 300 anderen Leuten, die da sitzen, daß die Show jetzt beendet ist, weil ein Vogel aus Panik vor ihrer Kamera draußen sitzt und jetzt erst mal eingeholt werden muß."

    das spricht nicht für professionalität, denn es kann durchaus vorkommen das ein Vogel, auch ohne fotografieren, mal ausbüchst.
    Beenden sie etwa dann ihre Vorführung?

    "Zahlen Sie dann das Eintrittsgeld den anderen 300 zurück ?"

    Jetzt kommen sie auf den Punkt, darum gehts.

    "Geschwiegen denn von der Panik, die der Vogel hatte ?"

    Wie oben schon erwähnt, wenn das so ist, ist das Tier noch nicht zur kommerziellen "ausschlachtung" bereit.

    "(die Tiere sind uns wichtiger....)"

    Mir auch.Ich bin leidenschaftlicher Natur- und Tierfotograf, meine Aufnahmen entstehen fast ausschließlich in der freien Natur. Auch bin ich in einigen Natur -und Tierschutzorganisationen und ich verzichte liebend gerne auf Aufnahmen, wenn auch nur der geringste Verdacht besteht das ich die Tiere gefärden oder Stören ( z.B. den Vogel beim Nisten usw.) könnte.
    Desweiteren achte ich sehr die Arbeit mancher Zoo`s, Wildgehege und Falknereien. Ohne die es so maches Tier in unserer Natur nicht mehr geben würde. Auch stelle ich meine Fotos, den Tier- und Naturschutzorganisationen KOSTENLOS zur Verfügung.
    Die Aufnahmen die ich in Zoos, Wildgehegen oder Falknereien mache biete ich dem jeweiligen "Unternehmen" auch kostenlos an.
    In vielen Einrichtungen ist das Fotografieren erlaubt, ja sogar erwünscht, in einigen muß man dafür extra bezahlen oder es ist verboten.
    Mein Fazit daraus:
    Fotografierverbot hat in solchen einrichtungen nichts mit dem schutz der Tiere zu tun, sondern mit "Kohle machen".
    Und ich bleibe dabei: ich Besuche solche Einrichtungen nicht mehr.

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